TER (Gesamtkostenquote)
Die TER ist die jährliche Kostenquote eines Fonds. Bei Indexfonds liegt sie zwischen 0,05 % und 0,30 %. Ein kleiner Unterschied, der über 30 Jahre Zehntausende von Euro ausmachen kann.
Definition
Die TER (Total Expense Ratio, Gesamtkostenquote) ist der jährliche Prozentsatz des Fondsvermögens, der für Verwaltungs-, Administrations-, Verwahrstellungs- und andere Betriebskosten verwendet wird. Sie wird täglich direkt vom NAV des Fonds abgezogen, sodass der Anleger sie nicht explizit zahlt, sondern seine Rendite bereits nach Abzug dieser Kosten sieht.
Die TER ist der wichtigste Kostenunterschied zwischen passiven Indexfonds (0,05-0,30 %) und aktiven Fonds (1-2 %). Bei einem langfristigen Portfolio wird dieser Unterschied durch den Zinseszinseffekt enorm verstärkt: Eine jährliche Gebührendifferenz von 1 % bedeutet über 30 Jahre bei 8 % Bruttorendite etwa 25 % weniger Endkapital.
Beyond der TER haben manche Fonds zusätzliche nicht enthaltene Kosten wie Ausgabe-/Rücknahmegebühren, den Bid-Ask-Spread-Effekt bei ETFs und interne Transaktionskosten. Die TER ist die nützlichste Kennzahl für den Vergleich ähnlicher Fonds.
Praktisches Beispiel
Sie investieren 10.000 € in zwei verschiedene MSCI-World-Fonds für 30 Jahre, beide mit 8 % Bruttorendite. Fonds A: TER 0,12 % → Nettorendite ~7,88 % → Endkapital ~93.000 €. Fonds B: TER 1,50 % → Nettorendite ~6,50 % → Endkapital ~66.000 €. Der TER-Unterschied von 1,38 % ergibt am Ende ~27.000 € weniger.