Sharpe-Ratio
Die Sharpe-Ratio misst die risikobereinigte Rendite. Index Balance berechnet sie automatisch zusammen mit anderen Risikokennzahlen für Ihr Portfolio.
Definition
Die Sharpe-Ratio misst die Rendite pro übernommener Risikoeinheit. Sie wird berechnet, indem die Überschussrendite des Portfolios (Gesamtrendite minus risikofreier Zinssatz) durch die annualisierte Volatilität desselben Portfolios dividiert wird. Je höher die Kennzahl, desto besser wird der Anleger für das eingegangene Risiko entlohnt.
Eine Sharpe-Ratio über 1 gilt als gut, über 2 als sehr gut und über 3 als außergewöhnlich. In der Praxis liegen diversifizierte Indexfonds-Portfolios je nach Analysezeitraum typischerweise zwischen 0,5 und 1,5.
Die Kennzahl verliert an Aussagekraft beim Vergleich von Strategien mit sehr unterschiedlichen Risikoprofilen und unterscheidet nicht zwischen positiver Volatilität (günstig) und negativer Volatilität (ungünstig). Dafür existiert die Sortino-Ratio, die nur Verluste bestraft.
Praktisches Beispiel
Ihr Portfolio erzielte eine jährliche Rendite von 9 % bei einer Volatilität von 12 %. Der risikofreie Zinssatz betrug 2 %. Die Sharpe-Ratio beträgt (9 % - 2 %) / 12 % = 0,58. Das bedeutet: Für jeden Prozentpunkt übernommenes Risiko erzielte Ihr Portfolio 0,58 Prozentpunkte zusätzliche Rendite.