Passives Investieren
Passives Investieren repliziert den Markt mit kostengünstigen Indexfonds. Es übertrifft statistisch das aktive Management. Index Balance ist das Werkzeug dafür.
Definition
Passives Investieren ist die AnlagePhilosophie, die darauf abzielt, Marktrenditen zu replizieren, anstatt sie durch aktive Aktienauswahl zu übertreffen. Es basiert auf der Effizienzmarkthypothese: Wenn alle Preise bereits alle verfügbaren Informationen widerspiegeln, ist es für jeden Manager sehr schwierig, den Markt nach Gebühren konsistent zu übertreffen.
Passives Investieren wird typischerweise durch kostengünstige Indexfonds und ETFs umgesetzt, die Indizes wie den MSCI World, S&P 500 oder MSCI Emerging Markets nachbilden. Seine Vorteile sind sehr niedrige Kosten (TER von 0,05-0,30 %), automatisch hohe Diversifikation, vollständige Transparenz und minimaler Überwachungsaufwand.
Die empirische Evidenz ist überzeugend: Laut dem SPIVA-Bericht von S&P Dow Jones übertreffen mehr als 85 % der aktiv verwalteten Fonds ihren Vergleichsindex über 15-Jahres-Zeiträume nicht, und wenn sie es in einem Zeitraum schaffen, wiederholen sie das Ergebnis selten.
Praktisches Beispiel
Ein passiver Anleger kauft monatlich einen MSCI-World-Fonds mit einer TER von 0,12 %. Über 20 Jahre belaufen sich diese Gebühren auf rund 2,4 % des Gesamtkapitals. Ein gleichwertiger aktiver Fonds mit einer TER von 1,5 % würde 30 % des Kapitals kosten. Der zusammengesetzte Unterschied über 20 Jahre – bei einer angenommenen Bruttorendite von 8 % jährlich – beläuft sich auf Zehntausende von Euro.