Heimatmarkt-Bias

Der Heimatmarkt-Bias verleitet Sie dazu, Ihren heimischen Markt überzugewichten. Erfahren Sie, ob Ihr Portfolio ihn hat, und korrigieren Sie ihn mit globalen Indexfonds in Index Balance.

Definition

Der Heimatmarkt-Bias (Home Bias) ist die Tendenz von Investoren, Aktien oder Fonds aus dem eigenen Land oder der eigenen Region im Portfolio überzugewichten — mehr als ihr tatsächliches Gewicht im globalen Markt rechtfertigen würde. Ein spanischer Investor mit 60 % seines Portfolios in Ibex-35-Unternehmen zeigt einen starken Heimatmarkt-Bias, obwohl Spanien weniger als 1 % der globalen Börsenkapitalisierung ausmacht.

Für den Indexfonds-Investor ist der Heimatmarkt-Bias eine psychologische Falle mit realen Konsequenzen: Er konzentriert das Risiko auf eine einzige Volkswirtschaft, reduziert die Diversifikation und kann zu schlechteren risikobereinigten Renditen führen. Die Ursachen sind emotionaler und kognitiver Natur: Vertrautheit, das Gefühl eines geringeren Risikos, einfacher Zugang und Vorliebe für das Bekannte. Boglehead-Investoren schützen sich gegen diesen Bias, indem sie in globale Fonds wie den MSCI World oder den MSCI ACWI investieren, die das inländische Engagement bereits im richtigen Verhältnis enthalten.

Mit Index Balance können Sie die tatsächliche geografische Verteilung Ihres Portfolios einsehen und erkennen, ob Sie einen signifikanten Heimatmarkt-Bias haben. Kostenlos testen auf indexbalance.com.

Praktisches Beispiel

Ein deutscher Investor hat 30.000 € so aufgeteilt: 15.000 € in einem DAX-ETF, 10.000 € in einem europäischen ETF und 5.000 € in einem MSCI World. Deutschland macht 50 % seines Portfolios aus, aber nur etwa 3 % des globalen Marktes. Wenn der deutsche Markt ein Jahrzehnt lang hinterherhinkt — wie es beim japanischen Nikkei der Fall war — wird sein Portfolio weit mehr leiden als ein global diversifiziertes. Index Balance berechnet dies automatisch, sobald Sie Ihr Portfolio aktualisieren.