ETF

ETFs sind börsengehandelte Fonds, die Indizes nachbilden. Entdecken Sie die steuerlichen und operativen Unterschiede zu Indexfonds, um das beste Anlagevehikel zu wählen.

Definition

Ein ETF (Exchange-Traded Fund, börsengehandelter Fonds) ist ein Investmentfonds, der wie eine Aktie in Echtzeit während der Handelszeiten an der Börse gekauft und verkauft wird. Wie Indexfonds werden die meisten ETFs passiv verwaltet und bilden einen Index nach, haben jedoch andere operative Eigenschaften.

Der wesentliche strukturelle Unterschied in den meisten europäischen Ländern betrifft die Besteuerung: Gewinne aus ETF-Umschichtungen sind in der Regel steuerpflichtige Ereignisse, während Umschichtungen zwischen UCITS-Fonds auf derselben Plattform in vielen europäischen Ländern steuerlich aufgeschoben werden können. Das macht traditionelle Indexfonds steuerlich effizienter für langfristige Portfolios mit häufigem Rebalancing.

ETFs haben jedoch Vorteile: größere Intraday-Liquidität, die Möglichkeit, mit höherer Kursgenauigkeit zu handeln, und Zugang zu spezifischeren Märkten. Broker wie DEGIRO oder Trade Republic bieten ETFs mit sehr geringen oder gar keinen Gebühren an.

Praktisches Beispiel

Der Vanguard FTSE All-World ETF (VWCE) wird an der Frankfurter Börse gehandelt. Sie können ihn um 10:30 Uhr zum aktuellen Marktpreis kaufen. Investieren Sie 1.000 € und möchten sechs Monate später mit einem Gewinn von 80 € zu einem anderen ETF wechseln, zahlen Sie sofort Steuern auf diese 80 €. Ein vergleichbarer Indexfonds würde diesen Steueraufschub bis zur endgültigen Rückgabe hinauszögern.