Drawdown

Der Drawdown misst den Rückgang Ihres Portfolios vom Höchststand. Erfahren Sie, wie man ihn interpretiert und wie Index Balance ihn automatisch verfolgt.

Definition

Der Drawdown misst den Rückgang des Portfoliowerts von seinem Höchststand bis zu einem nachfolgenden Tiefpunkt, ausgedrückt als Prozentsatz. Es ist eine der intuitivsten Risikokennzahlen, da sie direkt zeigt, wie viel man „auf dem Papier verloren" hat zwischen dem besten und schlechtesten Zeitpunkt eines bestimmten Zeitraums.

Im Gegensatz zur Volatilität, die die Streuung in beide Richtungen misst, ist der Drawdown gerichtet: Er stellt immer einen Verlust von einem Höhepunkt dar. Indexfonds-Anleger können das Risiko besser tolerieren, wenn sie verstehen, dass Drawdowns unvermeidliche Ereignisse sind und keine Signale, dass etwas grundlegend falsch läuft.

Ein geringerer maximaler Drawdown deutet auf eine bessere Kapitalerhaltung in den schwierigsten Phasen hin. Allerdings verzichten sehr konservative Portfolios, die große Drawdowns vermeiden, typischerweise auf langfristige Renditen.

Praktisches Beispiel

Ihr Portfolio erreichte im Januar 2022 einen Höchstwert von 15.000 €. Im Oktober desselben Jahres war es auf 12.300 € gefallen. Der Drawdown betrug zu diesem Zeitpunkt -18 % ((12.300 - 15.000) / 15.000). Das Portfolio befindet sich weiter im Drawdown, bis es wieder über 15.000 € steigt.